Diese Comic-Slots sind die ersten und vielleicht auch letzten ihrer Art

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Justice League Titelbild

Der Aufstieg von Online Casinos im letzten Jahrzehnt hat zu großem Druck auf die Spielentwickler geführt, die ständig neue Ideen für Slotspiele finden müssen. Comiczeitschriften wie MAD wären eigentlich eine perfekte Vorlage, allerdings sind Comic-Slots aus Gründen des Jugendschutzes ein heikles Thema. Schließlich sollen die Spiele ausschließlich Erwachsene ansprechen. Das ist in der Regel zwar ohnehin durch das Design der Spiele gewährleistet, sowie durch die Tatsache, dass Online Casinos nur für Volljährige zugänglich sind. Einige Länder haben aber dennoch strenge Gesetze, die Comic-Slots zum Tabu machen. Die wenigen comicbasierten Casinospiele, die es trotzdem gibt, stellen also eine Ausnahme dar. 

Gesetzliche Beschränkungen 

Casino-Regelungen werden immer weiterentwickelt, um den Veränderungen auf dem Markt Rechnung zu tragen. Auf der einen Hand helfen Innovationen wie Cashtocode Casinos den Spielern dabei, ihre Anonymität zu wahren. Auf der Anderen bestehen Aufsichtsbehörden darauf, die Transparenz zu verbessern um die Identität von Spielern zu kontrollieren und um sicherzustellen, dass Altersgrenzen eingehalten werden. Lizenzvergabestellen wie die britische UKGC erlassen darüber hinaus weitere Regeln, um zu verhindern, dass Glücksspiele an Minderjährige vermarktet werden. Es ist zwar nicht offiziell verboten, einen Comic als Thema für einen Slot zu verwenden. Aber die meisten Entwickler wollen nicht das Risiko eingehen, so die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich zu lenken. Die wenigen Comic-Slots, die es dennoch gibt, richten sich ihrer Aufmachung nach daher eindeutig an Erwachsene. 

Jack Hammer 

Eine Lösung besteht darin, selbst eine Comicfigur zu erfinden, die noch nie im Kinderfernsehen vorgekommen ist und auch optisch keine besondere Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche ausübt. So hat es NetEnt bei seinen Spielen Jack Hammer und Jack Hammer vs. Evil Dr. Wüten gemacht. Der titelgebende Held ist ein Privatdetektiv mit kantigem Gesicht, der offensichtlich von den Noir-Filmen des frühen 20. Jahrhunderts inspiriert ist. Die Zeichnungen sind zwar humorvoll, aber nie kindisch und es besteht keine Gefahr, dass sie für ein Kinderspiel gehalten werden. 

Suicide Squad 

Die Suicide-Squad-Comics haben zwar möglicherweise auch einige jugendliche Leser, allerdings ist das düstere Material vorrangig für ein Erwachsenes Publikum bestimmt. Auch die Verfilmung von 2016, die als Vorlage für den gleichnamigen Slot von Playtech dient, ist nicht für Kinder bestimmt. Sie erhielt in den USA die Einstufung „R“, Minderjährige dürfen den Film also nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sehen. In Deutschland wurde er von der FSK ab 16 freigegeben. Das ist natürlich eine Grauzone, letztendlich ist aber eindeutig, dass der Slot sich nicht an Kinder richtet. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum ihm die Aufsichtsbehörden grünes Licht gaben. 

Justice League 

Dieser Slot war eine große Überraschung, denn sowohl die Justice-League-Filme als auch die Comics haben teilweise auch jüngere Leser. Playtech ging mit diesem Slot also durchaus ein Risiko ein, ging aber bei der Gestaltung auf die Nummer sicher, um den Aufsichtsbehörden nicht auf den Schlips zu treten. So ist das Spiel im Vergleich zu anderen Slots sehr düster gehalten, die bunten Farben, die bei anderen Vertretern des Genres im Vordergrund stehen, fehlen fast ganz. Dennoch ist der Slot ein gewagtes Unterfangen, das aber offensichtlich gelungen ist. 

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