Deutsches MAD Nummer 35 mit Filmsatire „Für eine Handvoll Dollar“

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Deutsches MAD Nummer 35
Deutsches MAD Nummer 35

Deutsches MAD Nummer 35 mit Filmsatire „Für eine Handvoll Dollar“

verfasst von Michael Elias

Alfred kommt uns als Cupido ziemlich poetisch daher, und pünktlich zum Frühling mit folgenden Zeilen :
„Bald blühen und sprießen
die Blumen im Land,
und jeder, der MAD kauft,
dem fehlt der Verstand!“
Zeilen, wie in Mamor gemeißelt. Trefflich und 100%ig Herbert Feuerstein!
Das Titelbild, gezeichnet vom genialen Norman Mingo, war im US Original kein Cover, sondern die Rückseite vom US MAD Nr. 133, März 1970, auf dem Titelblatt war ein Text Gag von Dick DeBartolo, dass dieses Magazin einen Fettfreien (Fett-free) Humor biete und ohne Zusatzstoffe daherkommt (siehe Bild). Die Rückseite ursprünglich ein MAD Valentins Gruß.
Den Startcartoon auf Seite 2 liefert Don Martin. Die Leserbrief Seite, oder „Das Beste aus dem Papierkorb“, ist dahingehend interessant, weil in der Sparte „Fragen Sie Alfred“ nach Nachwuchs, speziell Zeichner und Texter, gesucht wird, nachdem ein gewisser P. Picasso leider einen Korb bekam.
Haben sich etwa Horst B. Baerenz oder Rolf Trautmann darauf gemeldet? Astalos kam ja erst mit Heft Nr. 69!!!
Die Genre Parodie „Für eine Handvoll Spaghetti“ nimmt gnadenlos den Italowestern auseinander, und ist so wie diese Western waren : Schmutzig, Brutal, Heiß und immer in der Nähe von Mexiko spielend. Als Hauptdarsteller sehen wir Lee van Cleef, Clint Eastwood und Giuliano Gemma (Wer eine andere Idee hat, ob es sich um Gemma handelt oder nicht, schreibe es bitte in den Kommentaren). Meisterhaft gezeichnet von Jack Davis, nach einem Script von Lou Silverstone. Die Parodie stammt aus dem MAD Special Nr. 4, also nicht aus einer regulären MAD Ausgabe. Das Special ist wert ein Blick drauf zu werfen, hat als Bonus noch 16 Mini Poster, die u.a. von Jack Rickard gestaltet worden sind (siehe Bild).
Die „Dressurschule“ ist vom Autor und Zeichner Dean Norman. In dieser Ausgabe sind einige Zeichner/Texter (Artist Writer) vertreten, Al Jaffee mit „Falk & Taub“, Sergio Aragonés, aber auch der gebürtige Wiener Paul Peter Porges. Er floh Anfang der 1940iger mit seiner Frau Lucie, vor den Nazis von Österreich nach Frankreich über die Schweiz und schließlich nach New York. Seine Frau arbeitete als Modedesignerin, Porges u.a. als Zeichner für den Playboy, Saturday Evening Post und natürlich MAD. Sein Artikel im Heft heißt „MAD testet Wasserbetten“.
Weiter im Heft sind Jack Rickard, Dick DeBartolo, und der MAD Report von Dave Berg. Im Report von Berg geht es diesmal um Babysitter. In einem Panel findet sich auch die Familie vom damaligen MAD Redakteur Nick Meglin und seine Tochter Diane Meglin, die heute den Nachlass ihres verstorben Vaters verwaltet (siehe Bild) . MAD ist eben Familie!
Die Variationen über die Peanuts, oder andere Comicserien, nehmen scheinbar kein Ende. In dem Artikel „Wenn die Peanuts Älter würden wie normale Menschen“, von Bob Clarke und Frank Jacobs gibt es es eine neue Version, mit vielen Bezügen zu Hippies, Spießern und Hasch Partys.
Auf der Rückseite sehen wir Alfred als „Roten Baron“ wieder eine Alfred Galerie aus dem MAD Special Nr. 2.

Inhaltsverzeichnis

  • SEITE 2 Dienstag nachmittag auf dem Mond (Martin)
  • SEITE 3 Das beste aus unserem Papierkorb & Fragen Sie Alfred
  • SEITE 4-9 Filmparodie – FÜR EINE HANDVOLL SPAGHETTIS (und noch ein paar Raviolis dazu )
  • SEITE 10/11 MAD besucht eine Dressurschule
  • SEITE 12-14 Du weißt , das endgültig Schluß ist , wenn…
  • SEITE 15 Falk & Taub
  • SEITE 16/17 Zu Besuch in einer Spielhalle (Martin)
  • SEITE 18-22 Mad Report – Babysitting (Berg)
  • SEITE 23 Spion & Spion
  • SEITE 24/25 MAD testet Wasserbetten
  • SEITE 26/27 Die Werbung bringt es an den Tag
  • SEITE 28/29 Wenn die Befreiung der Frau gelungen ist
  • SEITE 30-33 wenn die Peanuts älter würden wie normale Menschen
  • SEITE 34 Der grosse Fluchtplan (Aragones)
  • SEITE 35 Zu Besuch beim Glöckner von Notre Dame (Martin)
  • RÜCKSEITE Postergalerie – Alfred von Richthofen , der Rote Baron

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