Deutsches MAD Nummer 53 mit „Clockwork Orange“ Filmsatire

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Deutsches MAD Nummer 53
Deutsches MAD Nummer 53

Deutsches MAD Nummer 53 mit „Clockwork Orange“ Filmsatire

verfasst von Michael Elias

Mit „Uhrwerk Orange“ kommt der ungewöhnlichste und verstörenste Film der 1970iger auch im Deutschen MAD an. Angefangen mit dem Titelbild von Norman Mingo, das Alfred als Alex DeLarge zeigt, dem Protagonisten des Films von Regisseur Stanley Kubrick.
Die Parodie im Heft „Machwerk Zitrone“ ist nicht weniger verstörend, denn sie wurde diesmal weder von Mort Drucker noch von Angelo Torres gestaltet, sondern von George Woodbridge, nach einem Script von Stan Hart. Für Woodbridge bleibt es die einzige Filmparodie. Ein gelungenes Experiment und ein weiterer Höhepunkt der Filmsatire im MAD Magazin.
Mit diesem Heft ist einiges anders im Deutschen MAD. Das zeigt u.a das Impressum, nicht nur das der Titelzeichner dort endlich Erwähnung findet, der neue Herausgeber heißt offiziell Klaus Recht, und wird es auch weitere 247 Ausgaben lang bleiben.
Auch die Gestaltung der Leserbrief Seite hat sich geändert und wird es für die nächsten Jahre so bleiben.
Der „MAD Kalender“ macht eine Pause, bis der „MAD Almanach“ startet. Dafür gibt es wieder einen Startcartoon „Der Schatzsucher“, von Antonio Prohias, der auch was anderes als Spione zeichnen kann.
Ein neues Hassbuch steht an, diesmal von Jack Rickard und Tom Koch, „Warum passiert es immer wieder…“.
Eine weitere Neuerung im Heft ist die reine Deutsche TV Satire. Der Versuch wird von Rudolf Renk gezeichnet und von K. A. Lauer(!) getextet. Parodiert wird der Krimi Klassiker „Der Kommissar“ aus dem ZDF, mit Erik Ode in der Titelrolle und einem jungen Fritz Wepper.
Der Versuch ist mutig, aber die US Kollegen zeigen wie es besser geht. Erst in den 1980igern kommt Schwung in die Deutsche Film-und TV Satire, mit Frederic Dieter Stein und Gunther Baars.
Renk und K. A. Lauer nehmen sich in einer späteren Ausgabe nochmals eine TV Serie vor.
"Im Büro eines Zirkusagenten" von Al Jaffee
„Im Büro eines Zirkusagenten“ von Al Jaffee
MADs Tüftelmeister Al Jaffee bringt uns einen weiteren Klassiker, „Wie wir täglich übers Ohr gehauen werden“. Dort nimmt er sich Alltagsgegenstände vor, wie Toilettenpapier, Bleistifte, Reißverschlüsse, und seziert sie vor den Augen des Lesers. Sind wir aber dadurch klüger geworden?
In der „Abt. Dunkle Absichten“, präsentiert uns Sergio Aragonés auf ein neues „Der Schatten bringt es an den Tag“. Das ist das erste Mal das der Artikel so genannt wird.
Ebenfalls noch in der Ausgabe Dave Berg und Don Martin.
Jack Rickard hat ein weiteren Beitrag im Heft, geschrieben von Paul Peter Porges, „Im Fernsehen ist alles so einfach“. Er zeigt Fernsehsituationen im Gegensatz zum täglichen Leben. Das Master zu diesem Beitrag stammt wohl aus dem UK MAD, da das erste Panel im Stil von Rickard nachgezeichnet wurde, es zeigt einen Jungen mit einem Feldhockey Schläger, statt dem Baseball Club.
Auf der Rückseite nochmal Al Jaffee mit einer Farbseite, „Im Büro eines Zirkusagenten“.
Das nächste MAD hat einen neuen Deutschen Zeichner, der in den kommenden zwei Jahrzehnte das Heft mit seiner Zeichenkunst bereichern wird.

Inhaltsverzeichnis

  • SEITE 2 Der Schatzsucher (Prohias)
  • SEITE 3 Leserbriefe & Fragen sie Alfred
  • SEITE 4-11 Filmparodie – MACHWERK ZITRONE
  • SEITE 12-14 Wieso passiert es immer wieder…
  • SEITE 15 Eines Tages , unterwegs in einem Jumbo-Jet (Martin)
  • SEITE 16-18 MAD Report – Zuschauer (Berg)
  • SEITE 19-23 Filmparodie – DER KOMMISSAR
  • SEITE 24-28 Wie wir täglich übers Ohr gehauen werden
  • SEITE 29 Spion & Spion
  • SEITE 30/31 Der Schatten bringt es an den Tag (Aragones)
  • SEITE 32-34 Im Fernsehen ist alles so einfach…
  • SEITE 35 um ersten Mal allein in einem Waschraum (Martin)
  • RÜCKSEITE Im Büro eines Zirkusagenten (Jaffee)

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