MAD Magazine Ausgabe #38 mit Titelbild von Sergio Aragonés und Al Jaffee
Macht euch bereit – der Sommer wird bekloppt!

Die Sonne knallt, der Asphalt schmilzt, und ihr braucht dringend was zum Lachen, das nicht nach der nächsten Gehaltserhöhung klingt? Dann liegt MAD Magazine #38 genau richtig. Sergio Aragonés auf dem Cover, Al Jaffees Ideen mittendrin – sommerlicher und kontrollierter Wahnsinn passen einfach zusammen.
Den Auftakt machen Tom Koch und Jack Rickard mit „Man weiß, dass es wirklich Sommer ist, wenn…“. Wer sich schon einmal auf einem aufgeheizten Autositz verbrannt oder an einer Ampel langsam gegart gefühlt hat, erkennt sich sofort wieder.
Spy vs. Spy darf natürlich nicht fehlen. Carrie Strachan hat Antonio Prohias‚ Klassiker neu eingefärbt, und gerade die kräftigeren Farben machen die ganzen Explosionen und Sabotageaktionen erst richtig knallig. Sonnencreme wird zur Geheimwaffe, die Streiche werden größer – am Ende verliert wie immer jeder.
Don Martin zeigt mit „Ein heißer Sommermorgen“ und „Während eines Sommerregens“, dass weder Sonne noch Regen irgendeinen Anlass bieten, sich zu entspannen. Beides endet zuverlässig im Chaos – typisch Martin halt. Dick DeBartolo erklärt im Anschluss, wie man die Sommerferien angeblich sicher übersteht, während Pat Moriaritys Zeichnungen genau das Gegenteil zeigen: Kind fällt vom Fahrrad, Eis landet im Sand, der übliche Ferienkrieg. Wer danach noch Lust auf Camping hat, sollte sich den vierseitigen Comic „Camp“ von Al Feldstein und Jack Davis ansehen. Der dauert wenigstens nicht so lange wie ein echter Familienurlaub.
Sergio Aragonés nimmt sich Picknicks vor und macht aus jeder noch so idyllischen Wiese ein einziges Durcheinander – Ameisen, umgekippte Limo, der ganze Klassiker. Teresa Burns Parkhurst liefert dazu noch eine Liste mit Dingen, die man vor einem Sommerjob besser bedenken sollte. Trocken geschrieben, aber genau deshalb sitzt jeder Punkt.
Larry Siegel und Mort Drucker schicken mit „Jaw’d“ eine bissige Sommerfilm-Parodie ins Rennen, bevor es mit Tom Bunk nach Coney Island geht. Sein doppelseitiges Wimmelbild zeigt mal wieder, wie viel Wahnsinn auf zwei Seiten passt – man braucht locker drei Durchgänge, bis man wirklich alles entdeckt hat.
Für Al-Jaffee-Fans gibt’s Nachschub: neue Snappy Answers, diesmal für Angler. Kenny Keil und John Martz zeigen, was einen auf Musikfestivals wirklich erwartet, Jacob Lambert und Simon Gane liefern dagegen die besseren Argumente, einfach zu Hause auf dem Sofa zu bleiben.
Dave Berg beweist mal wieder, dass eine Gartenparty erst dann richtig läuft, wenn irgendetwas komplett schiefgeht. Don Martin legt mit „An einem Sommernachmittag“ noch einmal nach – auch hier laufen die kleinsten Alltagssituationen völlig aus dem Ruder.
Arnie Kogen und Angelo Torres nehmen sich mit „Babewatch“ eine der trashigsten Rettungsschwimmer-Serien überhaupt vor. John Caldwell erklärt die „13 Dinge, die man wirklich in der Sommerschule lernt“. Mathematik fehlt natürlich.
Jack Davis macht sich in „Neue Nationalparks für ein wachsendes Amerika“ über die amerikanische Landschaft lustig. Wer’s auf Originale abgesehen hat, bekommt außerdem Al Jaffees Konzeptskizze für das Cover zu sehen – spannend zu sehen, was sich zwischen Entwurf und fertigem Titelbild noch verändert hat.
Zum Schluss das klassische Fold-In von Johnny Sampson. Die Frage: „Was ist zum beliebtesten Ziel für Reisende geworden, um sich zu entspannen?“ Wer die Antwort wissen will, muss falten. So gehört sich das bei MAD.
Auf der Rückseite steckt noch ein Hinweis auf die Ausstellung „Was, ich sorgen? Die Kunst & der Humor des MAD Magazins“ im Norman Rockwell Museum. Wer diesen Sommer in der Gegend ist, sollte da reinschauen.
Und jetzt genug geschwitzt. Schnappt euch MAD #38, sucht euch ein schattiges Plätzchen und lacht über all die Leute, denen es noch schlechter geht als euch. Ganz im Sinne von Don Martin: Boing!



