Deutsches MAD Nummer 80 mit Film Parodie „Mord im Orientexpress“

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Deutsches MAD Nummer 80
Deutsches MAD Nummer 80

Deutsches MAD Nummer 80 (Dezember 1975) mit Film Parodie „Mord im Orientexpress“

verfasst von Michael Elias

Die 1975iger Weihnachtsausgabe des Deutschen MAD ist eine der wenigen Text Titelbilder die vom Mutterblatt übernommen wurden, hier vom US MAD Nr. 179.
Erst seit diesem Jahr wurde bekannt, daß ein US MAD Leser die Idee zum Titel hatte, sein Name ist Kimm Diener (Danke an Doug Gilford für die Info). Man fragt sich ob das Deutsche MAD wohl auch Ideen von seinen Lesern übernommen hat, anstatt sie nur zu verspotten.
Aber eins hat sich das Deutsche MAD nicht nehmen lassen, anstatt den Mingo Alfred, sehen wir oben links mit rausgestreckter Zunge den Trautmann Alfred. Im Vergleich die beiden Ausgaben in der Bildergalerie.
Das Heft startet auf Seite 2 mit Don Martin, „Gestern, in der Werkstatt des Bildhauers“.
Den „Alfred des Monats“ bekommt in dieser Ausgabe Eduard „Ede“ Zimmermann, für seine Sendung „Aktenzeichen xy ungelöst“.
Diesmal ist das Heft für seine 36 Seiten picke-packe voll.
Passend zum Fest „Weihnachtsgeschenke für Kinder, die Karriere machen wollen“, von Bob Clarke und Autor Paul Krassner, der ist für den Artikel ungenannt. Zuerst erschienen im US MAD Nr. 37, Januar 1958.
„Murks im Orientexpress“, so heißt die heutige Filmparodie, von Angelo Torres und Lou Silverstone. Und es ist ein Fakt, die Agatha Christie Verfilmung „Mord im Orientexpress“, von Sidney Lumet, hat die Britische Filmindustrie gerettet, die zu dem Zeitpunkt am Boden lag.
Das US MAD hat dem Film auch ein Cover von Jack Davis spendiert, aber das wird mit dem nächsten Heft gezeigt, weil es sich um ein Crossover von Orientexpress und der Pate Teil 2 handelt.
Auch in dieser Ausgabe Spion & Spion, Dave Berg mit „Schulzeit“ und noch mehr Don Martin.
„Die Bundeswehr als Schule für das Leben“, kommt vom Deutschen Team Rolf Trautmann und Jakob Kirchmann.
„MAD hat Röntgenaugen“, gezeichnet von Bob Clarke, nach einem Text von Don Edwing, ist der Beginn einer losen Reihe von MAD. In den 1980iger hat Edwing versucht einige Episoden als Cartoon Serie zu verkaufen, unter dem Namen „Dudley’s X-Rays“.
„Pointen, die nicht im Geschichtsbuch stehen“, ist mittlerweile zum Klassiker geworden, von George Woodbridge, nach einem Script von Alan Robin. Gegenüber dem US Original, wurde die Deutsche Fassung um eine Seite gekürzt.
Autor Paul Krassner schlägt wieder zu, „Zufalls Erfindungen“, mit Bildern von Joe Orlando, aus dem US MAD Nr. 39, Mai 1958.
„MAD Besucht ein Institut für Meinungsforschung“, das ist der erste von insgesamt zwei Artikeln, die der Deutsche Zeichner Wolf-Rüdiger Marunde gezeichnet hat. Text stammt von Lou Silverstone. Jetzt könnte man meinen, das Silverstone einen Text Exklusiv für das Deutsche MAD geschrieben hat. Aber weit gefehlt, denn dieser Beitrag ist eine Adaption eines Artikels den Paul Coker im Original für das US MAD Nr. 173 gezeichnet hat. Was es nicht alles gibt…
„MAD geht ins Bett“, ein sehr früher Beitrag von Woodbridge und Al Jaffee, US MAD Nr. 44, Januar 1959.
Auf der Rückseite finden wir den dritten und letzten Beitrag von Woodbridge in diesem Heft, „Letzten Sonntag im Dschungel“, nach einem Text von Don Edwing, der aber hier ungenannt ist.
Auf der Vorschau Seite finden wir zwei neue MAD Produkte, zum einen das neue MAD Taschenbuch Nr. 8 „Das MAD Buch der dummen Sprüche“, von Al Jaffee, das Cover des Buches wurde, wie die Rückseite nachgezeichnet, siehe Bildergalerie.
Das ist Jaffee’s erstes Paperback in den USA und erschien dort 1968 bei Signet. Auch hier wurde bei der Neuauflage von Warner Books ein neues Cover erstellt. Die „Snappy Answers“ wurden neben den Faltblätter, das berühmteste Markenzeichen von Jaffee und MAD. Acht Paperbacks und zwei Big Books erschienen zu diesem Thema. Bei den Taschenbüchern erschienen 7 auf Deutsch, sechs bei Williams und ein Buch bei Dino. Das zweite US Buch erschien nie. Wenn mit der Nr. 31 das zweite Deutsche veröffentlicht wird, ist es das dritte.
Apropos drei, MAD Extra Nr. 3, wird uns auch auf dem Gabentisch serviert. Es hat eine bisher unveröffentlichte Alfred Galerie, „Alfred von der Vogelweide“, vom Zeichner Koksch (?). Dann gibt es eine MAD Werbung mit Horst B. Baerenz‘ Mona Lisa, die keck auf eine Preiserhöhung hinweist, 2,50DM. Aber noch nicht mit der nächsten Ausgabe, die kostet noch 2,- DM.

Inhaltsverzeichnis

  • SEITE 2 Gestern , in der Werkstatt des Bildhauers (Martin)
  • SEITE 3 Leserbriefe & Fragen sie Alfred & Alfred des Monats – Eduard Zimmermann
  • SEITE 4/5 Weihnachtsgeschenke für Kinder , die Karriere machen wollen
  • SEITE 6-12 Filmparodie – MURKS IM ORIENTEXPRESS
  • SEITE 13 Spion & Spion
  • SEITE 14/15 Die Bundeswehr als Schule für das Leben
  • SEITE 16/17 MAD hat Röntgenaugen
  • SEITE 18/19 Pointen , die nicht im Geschichtsbuch stehen
  • SEITE 20-22 MAD Report – Schulzeit
  • SEITE 23/24 Neulich , in den Wäldern von Dakota (Martin)
  • SEITE 25/26 Zufallserfindungen
  • SEITE 27-30 MAD besucht ein Institut für Meinungsforschung
  • SEITE 31-33 MAD geht ins Bett
  • SEITE 35 An einem lauen Abend im nahen Wald (Martin)
  • RÜCKSEITE Letzten Sonntag im Dschungel

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