Deutsches MAD Nummer 58 – Stammt der Mensch vom Alfred ab?

0
158
Deutsches MAD Nummer 58
Deutsches MAD Nummer 58

Deutsches MAD Nummer 58 (Februar 1974) – Stammt der Mensch vom Alfred ab?

verfasst von Michael Elias

Der Neandertaler Neumann ist das erste Titelbild von Rolf Trautmann, der zwei Ausgaben früher mit der Galerie „Alfred mit dem Goldhelm“ Premiere hatte. Seine Interpretation von Alfred, wird uns bis in die frühen 1990iger begleiten.
Herbert Feuerstein erzählte in einem Titanic Interview (Nr. 10/1995), das das Deutsche MAD einen Zeichner mit Norman Mingo Qualitäten suchte (in dem Interview sprach er von Joe Orlando, meinte aber Mingo, da Orlando, ausser einer Readers Digest Parodie für das US MAD auf der Rückseite der Nr. 33, Juni 1957, keine Farbarbeit anfertigte. Die einzigen Cover gestaltete er für EC Comic books, wie Weird Fantasy).
Apropos EC Comics der 1950iger, im Jahre 1973 hat der Williams Verlag eine Auswahl der Comics in einem Überformatigen Buch „Der Beste Horror aller Zeiten“ veröffentlicht. Das Original Buch wurde 1971 bei Nostalgia Press in den USA herausgegeben. In dem EC Buch tummelten sich heutige MAD Zeichner, wie Jack Davis, Angelo Torres und eben Joe Orlando, mit einer Vampir Geschichte „Mitternachts-Genuss“.
Aber weiter im regulären Heft. Auf 4 Seiten gibt es Ahnenforschung mit MAD.
Die ersten zwei Seiten kommen von einem unbekannten Autor und Zeichner, „Stammt der Mensch vom Alfred ab?“.
Noch mehr Ahnenforschung hat Bill GoGer, „Der Fallende Zweig in der Geschichte der Menschheit“, so präsentiert er Odysseus, Shakespeare oder auch Gutenberg und andere Alfred Ahnen.
Bill GoGer (ein Pseudonym?) hat später in den 1980iger mit anderen Zeichnern am „Zebra“ Comic Magazin mitgearbeitet. Danach verliert sich die Spur….
Es folgen zwei „Oldies“ : „Das Wunder des Fortschritts“, von Bob Clarke und Dick DeBartolo, aus dem US MAD Nr. 82, Oktober 1963. Das Original Cover der Amerikanischen Ausgabe seht ihr im letzten Panel, wenn Alfred das Heft mit dem Zigarre rauchenden Fidel Castro hochhält.
Und, „MAD dreht einen Alfred Hitchcock Film„, von Wally Wood und Larry Siegel, aus dem US MAD Nr. 53, März 1960. Eine vergnügliche Parodie für alle Hitchcock Fans. Sie beginnt damit wie ein normaler Mann einen Brief verschickt, und der Unterschied wenn James Stewart einen Briefkasten in einem Hitchcock Film sucht. Gaststars sind Eva Marie Saint, Cary Grant und die Cameos von Alfred Hitchcock.
Neuer wird es mit Jack Davis und Tom Koch, „Sportmagazine, die nur wenige kennen“.
„Väter sind immer doppelte Verlierer“, von George Woodbridge und Stan Hart, stammt aus dem US MAD Nr. 103, Juni 1966. Ein Panel stammt aus einem UK MAD Master, zu sehen an dem Cricket Spieler, statt dem Baseball.
Aus dem MAD Super Special Nr. 11 gibt es den Artikel, „Was wirklich auf dem Zettel steht“, von Bob Clarke und Paul Peter Porges.
Auch noch im Heft Don Martin, Frank Jacobs, Lou Silverstone, Antonio Prohias und MAD Reporter Dave Berg, der einen Winterlichen Blick wagt.
Auf der Rückseite eine neue Alfred Galerie von Horst B. Baerenz, „Sherlock Neumann“, der seinen verlorenen Schneidezahn gefunden hat. Fall geschlossen.
Aber damit nicht genug in der Aktuellen Ausgabe des Deutschen MAD, denn auf Seite 34 finden wir das erste Mal eine Vorschauseite, mit einer neuen Abo Anzeigen Illustration von Paul Coker, der Vorschau auf Heft 59 und endlich eine Anzeige für die ersten beiden MAD Paperbacks (später Taschenbücher), „Don Martin hat Premiere“ und „Viva MAD“ von Sergio Aragonés.
„MAD’s Don Martin hat Premiere“, erschienen 1971 in den USA unter dem Titel „MAD’s Don Martin Comes on Strong“, die Geschichten hat hier „Ersthelfer“ Dick DeBartolo verfasst. Es ist insgesamt das sechste MAD Buch von Martin. Für die Deutsche Ausgabe musste einiges gekürzt werden, so eine herrliche Opernparodie „My funny Valentine“. Ein normales US MAD Paperback kommt auf 196 Seiten, Deutsche Bücher haben in der Regel 164 Seiten. Das Titelbild ist nicht vergleichbar mit der US Version, die wurde von den Kollegen des Schwedischen MAD 1971 bearbeitet. Da das Original im Amerikanischen Verlag Signet herauskam, wurde es von Martin 1978 in einer Neuauflage für Warner Books mit einem neuen Cover versehen.
„Viva MAD“ von Sergio Aragonés ist im Original sein erstes Buch, es erschien 1968 beim US Taschenbuch Verlag Signet. In der Neuauflage, mit neuen Cover 1975 bei Warner Books. „Viva MAD“ musste von allen Taschenbüchern am meisten Federn lassen, von 196 im US Original auf 128 Seiten in Deutschland. Es ist trotzdem noch ein schönes Buch „übrig geblieben“.
Alle beide Bücher sind von Hartmut Huff ins Deutsche übersetzt worden, was sich mit dem nächsten Paperback ändern wird.

Inhaltsverzeichnis

  • SEITE 2 Mittwoch nachmittags am Rand von Arizona (Martin)
  • SEITE 3 Leserbriefe & Fragen Sie Alfred
  • SEITE 4/5 Stammt der Mensch vom Alfred ab ?
  • SEITE 6/7 Der fallende Zweig in der Geschichte der Menschheit
  • SEITE 8-10 Das Wunder des Fortschritts
  • SEITE 11 Morgens auf dem Hauptbahnhof (Martin)
  • SEITE 12 In einem Hotel in Las Vegas
  • SEITE 13-16 MAD dreht einen Alfred Hitchcook Film
  • SEITE 17 Abends , im häuslichen Heim (Martin)
  • SEITE 18/19 Sportzeitschriften , die nur wenige kennen
  • SEITE 20-22 Ungewöhnliche Heiratsanzeigen
  • SEITE 23-25 Väter sind immer doppelte Verlieren
  • SEITE 26/27 Was wirklich auf den Zetteln steht
  • SEITE 28-30 MAD Report – Winter (Berg)
  • SEITE 31 Spion & Spion
  • SEITE 32/33 Ein Strassenbild , das wir gerne sehen würden
  • SEITE 35 Im Jahre 1836 kurz nach Elf (Martin)
  • RÜCKSEITE Postergalerie – Sherlock Neumann

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.