Seltene MAD Sammlerstücke aus aller Welt – Schweden Teil 1

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Dieses Mal verschlägt es MADmag.de in den Norden. In ein Land dass für Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Volvo Autos und Ikea bekannt ist – Schweden. Wer Geld für sein MAD Hobby benötigt, sollte mal bei King of Luck vorbeischauen.

Das schwedische MAD war einer erfolgreichsten MAD Publikationen ausserhalb der USA und überlebte stolze 42 Jahre lang (1960 -2002). In dieser Zeit produzierten die Schweden etwa 348 Magazine, 94 Taschenbücher, unzählige Spezialhefte und natürlich einen Haufen sehr interessanter Sammlerstücke. Massgeblich am Erfolg beteiligt war der schwedische Comedian und Autor Lasse O’Månsson, der das hiesige MAD 15 Jahre lang als Redakteur begleitete und gross gemacht hat. Die meisten werden ihn wahrscheinlich nicht kennen. In Punkto Karriere, Bekanntheit und Genialität ist er mit ehemaligen deutschen MAD Redakteur Herbert Feuerstein zu vergleichen. 

In diesem Artikel zeige ich euch die coolsten und seltensten MAD Sammlerstücke aus Schweden.

Die ersten MAD Hefte aus Schweden

Das allererste MAD Heft erschien im September 1960. Anders als beim deutschen MAD beginnt die Heftnummerierung jedes Jahr mit 1. Demnach existiert aus jedem Jahr zwischen 1960 und 2002 eine Nummer 1. Dieses System wurde auch von anderen MAD Ländern, wie z.B. Ungarn oder Finnland übernommen. Natürlich ist die Nummer 1 aus dem Jahre 1960 beim Sammler am begehrtesten und bringt je nach Zustand bis zu 200€ auf dem Sammlermarkt.

In den ersten Ausgaben beschränkte man sich auf das Übersetzen von original US Inhalten und Titelbildern. Erst einige Ausgaben später fand der Leser immer häufiger Cartoons von skandinavischen Künstlern. Die Nummer 1 aus dem Jahre 1963 glänzte sogar mit dem ersten selbst produziertem Titelbild.  Der Cover Künstler hiess Bengt-Olov Wennerberg und signierte seine Werke stets mit ‚Bowen‘. Seine Kunst prägte den Stil des schwedischen MADs wie kein anderer. 

Svenska MAD 1963 Nummer 1

Jäger und Sammler seltener MAD Hefte sollten die letzte erschienene Ausgabe des schwedischen MAD Magazins nicht vergessen. Dank der extrem niedrigen Auflage bei den letzten Heften schafft es diese Ausgabe in die Hall of Fame der top MAD Sammlerstücke aus Schweden. Das Original Titelbild stammt von der US amerikanischen Nummer 166, welches damals einen handfesten Skandal in Amerika auslöste. Zuvor hatte keine anderes Magazin gewagt, den Mittelfinger so gross und deutlich als Titelbild zu zeigen. Wer weiss, welche Botschaft die schwedische MAD Redaktion damit verfolgte!

Das letzte publizierte MAD in Schweden

Leider ist der Sammlermarkt in Schweden nicht ganz so stark wie in Deutschland oder den USA. Deshalb erreichen die ersten Hefte nicht die hohen Preise, wie in diesen Ländern. Trotzdem zahlt der schwedische MAD Sammler gerne bis zu 200€ für eines der ersten Ausgaben. 

Sehr seltene Sammlerstücke: MAD Sammelbände

Herbert Feuerstein, der langjährige Redakteur des deutschen MADs, hatte in den 60er Jahren die goldene Idee noch mehr Geld mit MAD zu verdienen. Er nahm nicht verkaufte MAD Hefte und bündelte sie zu neuen Sammelbändern zusammen und verkaufte sie Jahre später nochmals an den Kiosken. Die Schweden kopierten diese Idee und konnten auf diese Weise ebenfalls ihre Restbestände loswerden. Dort hiessen diese dicken Bücher „MAD Inbundna årgång“ und es wurden insgesamt 34x von ihnen herausgegeben. Für ein komplettes Set im gutem Zutand zahlen Sammler gerne mal über 2000€.

Im nächsten Teil beschäftigen uns nochmals mit MAD Sammlerstücken aus Schweden. Dann werde ich ein paar wichtige Taschenbücher und einen Haufen extrem sehenswerter Sammlerstücke vorstellen. Also bleibt dran und besucht MADmag.de in der nächsten Zeit etwas regelmässiger 🙂

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